Solidarität ist unsere stärkste Waffe!

Die Situation der geflüchteten Menschen verschärft sich zusehends. Von der Corona-Pandemie überschattet war der Aufschrei kurz, als bekannt wurde, dass Schlauchboote mitsamt rund 170 Geflüchteten als vermisst galten und in Seenot gerieten. Es ist den unzähligen Helfern und den Hilfsorganisationen zu danken, dass diese Menschen gerettet und ihre Umstände überhaupt bekannt wurden. Immer wieder gibt es Berichte, dass Grenzschützer Boote bewusst zum Kentern bringen wollen, „Warnschüsse“ abgeben, Tränengas einsetzen und auf die geflüchteten Menschen einschlagen.
Italien nutzt die Corona Situation, um seine Häfen abzuriegeln, Griechenland drängt Boote aus den europäischen Gewässern. Das bedeutet, dass die überlebenswichtige medizinische Versorgung nicht sichergestellt werden kann. Ein Quarantäne-Schiff der italienischen Regierung, das noch nicht bereitsteht, soll dafür die Lösung sein. Die Besatzung der „Alan Kurdi“ wartet nun seit über einer Woche darauf.
Unter dessen verschärft sich die Situation auf Lesbos in den Zeltlagern. Die Menschen leiden unter einer Ausbreitung der Krätze und können im Fall einer Corona Ansteckungswelle nicht versorgt und geschützt werden! Eine humanitäre Katastrophe und die Regierungen Europas sehen zu.
Die Bundesregierung stilisiert sich als barmherzig, wenn sie 50 Flüchtlingskinder aufnimmt. In den Lagern leben derzeit ca. 40.000 Menschen aufs Engste zusammengepfercht (20.000 davon im Camp Moria) und ohne angemessene Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung.
Faschistische Gruppierungen erschweren den Helfern ihre Arbeit, begehen Brandanschläge, sind bewaffnet und gewalttätig. Meist ohne, dass Einsatzkräfte eingreifen, um dies zu verhindern. Es ist dem mutigen Engagement der dort lebenden fortschrittlichen Menschen zu verdanken, dass die Faschisten ihr Vorhaben nicht gänzlich umsetzen können.

Regierungen, die um all dies wissen und es dennoch zulassen machen sich ganz klar mitschuldig an dem Leid dieser Menschen! Dies trifft auch auf die Bundesregierung zu!
Petitionen und Demonstrationen sind ein kleiner, ein erster gemeinsamer Schritt, um Druck aufzubauen. Doch es bedarf viel mehr. Schon Karl Marx sagte: „Eine Petition ist nur denn gut, wenn sie zugleich als Drohung auftritt, hinter der eine kompakte und organisierte Masse steht.“ In diesem Sinne heißt es Schluss machen mit der menschenverachtenden Politik, gemeinsam können wir einstehen für ein System, in dem die Menschen gleich sind und in Frieden leben. Schluss mit „Flüchtlingslagern“ und Abschiebungen. Refugees Welcome!

Moritz

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